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Sonntag, 27. Dezember 2009

A Decade Of Flying Lotus (mixed by The Gaslamp Killer)

Er ist einer derer, die wissen, wie der Beat pumpt. Er ist Soul, er ist Funk, er ist Elektro, er ist Hip Hop, und nun schon 10 Jahre am Set. Und da ein Jubiläum gefeiert wird, hat derjenige welche, den sie Flying Lotus nennen, nun eine Werkschau von bisher unveröffentlichtem Material zusammengestellt und dieses zum Download freigegeben. Knapp 40 Minuten beträgt die Spielzeit dieser Compilation und featuret Beats, für die andere Bastler wohl nicht eben geringe Summen Bares auf ihr Konto würden buchen wollen. Fresh!

Download @ http://www.brainfeedersite.com/2009/12/25/a-decade/

"BEATS, RHYMES & LIFE" - Retrospektive 2009 - Teil 2 - Nationale Releases

Heute Abend um 18 Uhr geht "BEATS, RHYMES & LIFE" dieses Jahr zum letzten Mal auf Sendung. Vor einem Monat liessen Ruedi am Mic und Kurt und den Tellern die Releases des Jahres 2009 Revue passieren. Im Fokus standen damals die internationalen Releases. Vor zwei Wochen sollte Teil 2 der „Retrospektive 2009“ über den Äther gehen, was ins Wasser fiel, weil Ruedis Stimme einer hartnäckigen Erkältung erlag. Nun sind Stimmbänder und Kehle wieder intakt, womit dem zweiten Teil der „Retrospektive 2009“ nichts mehr im Wege steht. Heute Abend stehen Raps und Beats aus heimischen Gefilden ins Zentrum der Beohrung. Ja, im Land von Schoggi und Fondue, Ämtern und Büglefalten ging so einiges. Natürlich wird auch nochmals dem einen oder andern internationalen Release Spielzeit zugewiesen. Wie gewohnt gibt's auch ein paar Veranstaltungshinweise und was abzusahnen. Also packt Euer Transistorradio aus, stellt es auf'n Tisch oder Boden in Eurer Stube, egal ob diese nun gut oder ungut sei, und dreht den Volumenregler bis zum Anschlag hoch, auf dass die Boxen bersten mögen. Die Station ist Radio RaSA, die Frequenz 107.2FM (106.4Sasag-Kabel) und das digitale Wurmloch gibt's HIER.

Playlist
Japrazz „Hip Hop Tourist“
Triple Nine „Cool blybe“ feat. Kid Bakabu
Amos “In My Life” feat. Skal
Rize & Kronos “Bienvenue” feat. TIS & Nehr
Stockitown “Beidi z’alti”
Stockitown “Miini Ziit”
Big Zis “Prrrrdy”
Yuri “Summer in Sibirie”
Greis “138th & 4th Avenue”
Greis “Teil vom Problem”
Abart “Wake Up” feat. Kid Bakabu & Contrast
Pullup Orchestra „Hip Hop“
Manillio “Fresh”
Manillio “Rücksitz” feat. Capocris, Fabscho & CBN
361 Grad “Boro In Da House”
Spooman „Working Class“ feat. Shape
Chocolococolo „Downthere“
Sulaya “Fuck uf Rap” feat. Ed
Sulaya “Gnueg git’s nöd”
Dachs “Mis Ticket”
Dabu Fantastic “Vollmondnacht”
BM “Block Music”
BM “Für besseri Ziitä”
Sichtbeton „Windschutzscheibe“
Kinderzimmer Productions „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“ (Live)
Flying Lotus "A Decade Of Flying Lotus" (Mixed by The Glaslamp Killer)

Montag, 21. Dezember 2009

Full Crate & Mar - Conversations With Her

Da geht was! 2009 war das Jahr der Beatbastler aus den Niederlanden. So haben Pax & Pry mit ihrem Zweitling, Arts The Beatdoctor mit seinen 7"es sowie FS Green, Hayzee und Sir OJ mit ihren Beat-Tapes dafür gesorgt, dass Blicke und Lauscher nach Norden ausgerichtet worden sind. Auch Producer Full Crate hat vor ungefähr einem Jahr aufhorchen lassen, als er das Video zum grossartigen Song "She Was Fly" auf Youtube stellte. Die Stimme auf diesem Track gehört Mar. Nun haben Full Crate und Mar bei Melting Pot Music in Köln angedockt, wo sie anfangs 2010 die EP "Conversations With Her" veröffentlichen werden. Die Scheibe featured fünf Love-Songs des Duos aus Amsterdam. Nenn es Easy Listening oder Spacecake-Soul. Dilla würde es lieben.

Ill Mondo / Neal Rames - Ill Mondo / Neal Rames

Ill Mondo ist das Kollektiv für die Beats, Neal Rames der Mann für die Raps. Ihren 13 Tracks starken Debüt-Longplayer "Ill Mondo / Neal Rames" haben die Heads aus Cali Mitte November auf dem hauseigenen Indie-Label Ill Mondo Records veröffentlicht. Die Beats gehen auf das Konto von Jeff und Johnny. Hammond B3, Bläsersätze, Wahwah-Gitarrenlicks, funky Basslines und Drums sind die Hauptingredienzen der Sounds des Duos aus San Francisco. Neal Rames seinerseits stammt aus der Stadt der Engel. Seine Flows sind sehr solide Kost, nicht weniger aber auch nicht mehr. Deshalb kaufen ihm die Gäste am Mic dann doch ein wenig den Schneid ab. So droppen die Herren Percee P, Prince Po, Sean Price und Stranjah 1 ihre Verse auf dem Album von Ill Mondo und Neal Rames. Diese Tracks sind denn auch die Highlights des Longplayers, was neben den Featurings auch an den Beats eben dieser Songs liegt. Alles in allem ist "Ill Mondo / Neal Rames", dessen Sounds an die People Under The Stairs und den Funk von Clutchy Hopkins erinnern, dank B-Boy-Attitude und starker Gastbeiträge ganz sicher im oberen Mittelfeld der 2009er-Releases anzusiedeln. Favourits: "Scriptures" feat. Prince Po und "Suicide Doors" feat. Sean Price. Übrigens: Das Cover-Artwork ist eine Hommage an Joe Jacksons "Look Sharp!".

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Der Modernste MC - Es ist ein Vogel


Twit One am Beat + Der Modernste MC am Mikrofon = Es ist ein Vogel. Twit One sollte dem einen oder anderen ein Begriff sein (Testiculo Y Uno, Fleur Earth Experiment). Der Modernste MC ist der Reiner. Reiner hat bemerkt, dass es ein Vogel ist. Und macht sich Illusionen. Die EP "Es ist ein Vogel" ist zum freien Download freigegeben. Mein persönliches Highlight des 5-Teilers ist der Track "Kommt schon Fuesse", die twit/reiner'sche Re-Interpretion des Classics von Lord Quas "Come On Feet". "Ko-Kommt schon Fuesse, kreuzt für mich"!

Erykah Badu - New Amerykah Part II: Return of the Ankh

Good News aus dem Hause Badu. Die Grande Dame des Souls Erykah Badu wird im Februar 2010 ihr neues Album "New Amerykah Part II: Return Of The Ankh", die Fortsetzung ihres im Februar 2008 veröffentlichten Longplayers "New Amerykah Part I: 4th World War", in die Ladenregale stellen. An den Reglern finden sich die Bastler der ersten Episode von "New Amerykah" wieder. Im Unterschied zu Teil 1 wird auf dessen Follow-Up nach Angaben von Miss Badu aber vermehrt auf Live-Instrumentierung gesetzt. Mitte Dezember fanden in den Staaten verschiedene Listening Sessions statt. Wir müssen uns leider noch ein wenig gedulden, bis wir erste Eindrücke auf's Ohr geklatscht bekommen.

Fotos von den Listening Sessions: http://www.flickr.com/photos/okayplayer87/sets/72157622856343741/show/



Track Listing for "New Amerykah Part II: Return of the Ankh":
1. "20 Feet Tall" (Produced by Erykah Badu and 9th Wonder)
2. "Window Seat" (Produced by Erykah Badu and James Poyser)
3. "Agitation" (Produced by Erykah Badu and Shafiq Husayn of SA-RA Creative Partners)
4. "Get Money" (Produced by Erykah Badu and Karieem Riggins)
5. "Don't Be Long" (Produced by Erykah Badu and Taarak)
6. "Love" (Produced by Erykah Badu and J Dilla)
7. "Umm Hmm" (Produced by Erykah Badu and Madlib)
8. "Fall in Love"(Produced by Erykah Badu and Karieem Riggins)
9. "Incense" (Instrumental) (Produced by Erykah Badu and Madlib)
10. "Out My Mind Just in Time (Part 1) (Undercover Over-Lover)" (Produced by Erykah Badu)
11. "Out My Mind Just in Time (Part 2)" (Produced by Erykah Badu and Georgia Ann Muldrow)
Bonus Web-Only Track: "Jump In The Air" feat. Lil Wayne and Bilal (Produced by Erykah Badu, RC Williams and Jahborn)

Snowgoons' X-Mas Gift

Sind sind in Geber-Laune, die Beatbastler und Mic-Checker da draussen. So stellt auch das Producer-Dreigestirn Snowgoons ein Album zum freien Download ins weltweite Netz. Das Teil heisst "Black Luger" und ist 11 Tracks stark. 10 dieser 11 Tracks sind Remixes (feat. Sean Price, Jus Allah, Ill Bill, Apathy, Sick Jacken, Pacewon u.v.m.) und einer davon ein Exclusive ("The Curse" feat. Chief Kamachi, Caron Don & Reef). Downloaden kann man sich das Teil auf der Youtube-Page der Snowgoons. Enjoy!



http://www.youtube.com/snowgoons

12 Free Songs for the 12 Days of Christmas

Erst sechs Wochen sind vergangen, seit Melodiq sein Debüt-Album "Straight From The Soul" veröffentlichte. Nun legt der MC und Beatbastler aus Pittsburgh bereits nach. Das Teil heisst "12 Free Songs for the 12 Days of Christmas" und ist seit dem 13.12. zum freien Download freigegeben. Die Tracks sind nicht neu, sondern "Restposten" seiner Debüt-LP und ältere Tracks.

Low Budget Christmas Gift

Die Low Budget Crew-Members Kev Brown, Kaimbr und Roddy Rod haben sich über verschiedene Weihnachtsongs hergemacht. Enstanden ist die 14 Anspielpunkte (inkl. Intro und Interludes) starke "Low Budget Christmas EP". Diese ist auf Kev's Blog zum Download frei gegeben. Schöne Beschehrung :)

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Metazon feat. Kev Brown

Metazon (6-köpfiger Hip Hop Act aus Kanada) wird in Bälde ihre Debüt-LP veröffentlichen. Im Vorfeld dieses Releases haben die Musiker nun die Vorab-Single "The Man" (feat. Kev Brown und inkl. 4 Remixes) zum freien Download bereitsgestellt. Dope!


Montag, 14. Dezember 2009

BlakRoc - BlakRoc

Damon Dash war an einem Gig von The Black Keys als er sich fragte, was wohl geschehen würde, wenn er die beiden Jungs aus Ohio mit MCs aus seiner Umlaufbahn zusammen führen würde. So griff er sich seinen Ziehsohn Jim Jones und bestellte Mos Def zu sich, um mit den beiden ins Studio der BKs zu fahren und abzuchecken, ob die Chemie stimmt. Und tatsächlich, man hatte sich lieb und schon wurde aus dem Dash’schen Hirngespinst Realität. Das Projekt heisst „BlakRoc“ und featuret neben den Mannen für den Groove (Dan Auerbach und Patrick Carney aka The Black Keys) und den eben erwähnten Jim Jones und Mos Def auch Billy Danze, NOE, Q-Tip, Ludacris, ODB, RZA, Raekwon, Pharoahe Monch und Nicole Wray. Das Album wurde bezeichnenderweise am Schwarzen Freitag („Black Friday“ aka der Tag nach Thanksgiving) veröffentlicht und ist 11 Tracks stark. Die Sounds sind roh und rumpeln und stolpern vor sich hin. Gitarren heulen und weinen und Hats scheppern. Die Basslines grooven wie die Blues Brothers. Und die Protagonisten am Mic fühlen sich hörbar wohl auf den Beats. So passen Billy Danze mit seiner wuchtigen Stimme, Nicole Wray mit ihrem soulig-rauchigen Sangesorgan, RZA mit seinen schrägen Flows und Metaphern, Mos Def mit seinem Singsang-Rap und Raekwon mit seinem Storytelling auf die Sounds wie die Klatsche aufs Ohr. Nur Q-Tip – und das schmerzt mich als Tribe-Jünger der ersten Stunde schmerzlich – wirkt mit seinem Part auf dem Track „Hope You’re Happy“ steif und fällt gegenüber Billy Danze (seinem Mitstreiter auf besagtem Track) gewaltig ab. Nichts desto trotz ist Damon Dashs Rechnung aufgegangen. „BlakRoc“ hat den Funk, den Soul und den Blues, ist ein Album wie kein anderes und definitiv eines der Highlights des Jahres. Meine Favourits auf dem Album sind die Tracks „Stay Off The Fucking Flowers“ (feat. Raekwon), „On The Vista“ (feat. Mos Def), „Done Did It“ (feat. NOE & Nicole Wray), „Dollaz & Sense“ (feat. RZA & Pharoahe Monch) und „Why Can’t I Forget Him“.

Freitag, 11. Dezember 2009

"BEATS, RHYMES & LIFE" - Retrospektive 2009 - Teil 2

Am kommenden Sonntag geht "BEATS, RHYMES & LIFE" zum zweitletzten Mal dieses Jahr auf Sendung. Wie schon vor zwei Wochen, lassen Ruedi am Mic und Kurt und den Turns das sich zu Ende neigende Jahr Revue passieren. Lag der Fokus im Teil 1 der „Retrospektive 2009“ noch auf den internationalen Releases, rücken übermorgen Raps und Beats aus heimischen Gefilden ins Zentrum der Beohrung. Und im Land von Schoggi und Fondue ging so einiges. Natürlich wird auch nochmals dem einen oder andern internationalen Release Spielzeit zugewiesen. Für Abwechslung ist gesorgt. Wie gewohnt gibt's auch ein paar Veranstaltungshinweise und eine Verlosung. Also packt Euer Transistorradio aus, stellt es auf'n Tisch oder Boden in Eurer Stube, egal ob diese nun gut oder ungut sei, und dreht den Volumenregler bis zum Anschlag hoch, auf dass die Boxen bersten mögen. Die Station ist Radio RaSA, die Frequenz 107.2FM (106.4Sasag-Kabel) und das digitale Wurmloch gibt's HIER.
Vor zwei Wochen startete der Zweiteiler "Retrospektive" (Thema damals: international). In der Sendung von heute Abend hiesse das Traktandum "Retrospektive 2009 - Teil 2 - National". Nun muss dieses Traktandum aber leider verschoben werden (auf den 27.12.). Dies, weil die Stimme der Sendung Zicken macht beziehungsweise arg gebeutelt ist. Ruedi hat die Stimme weder hoch gepitcht wie Otis dies für sein Alterego jeweils tut, noch inhaliert er Helium. Nein, es handelt sich um eine einfache aber böse Erkältung. Aus diesem Grund wird Ruedi heute Abend nicht viel palavern und das Feld grösstenteils seinem Schattenmann Kurt Diggler überlassen, auf dass sich dieser an den Ones-And-Twos austobe. Die Station ist Radio RaSA, die Frequenz 107.2FM (106.4Sasag-Kabel) und das digitale Wurmloch gibt's HIER. Los geht's wie gewohnt im 18 Uhr.

"Retrospektive - Teil 2 - National" wird statt dessen am 27.12. über den Äther gejagt.

Playlist
GUTS "Give Up Your Guns"
Kinderzimmer Productions "Mehr Oder Weniger" (live)
Automator "It's Over Now" feat. Kool Keith
Juggaknots "Loosifa"
MF Doom "Melody (Clutchy Hopkins Remix)"
Illa J "All Good"
Quasimoto "Discipline 99 Part 0"
Abstract Rude "A Coat Of Paint"
RF "Thnx 4 Dilla (Farah Re-Edit)"
BlakRoc "On The Vista"
Wu-Tang Clan "Take It Back"
Ta'Raach "Baaaby"
Huss & Hodn "Die Frage Bleibt Offen"
Rahzel "Southern Gul" feat. Erykah Badu
Sound Providers "For Old Time's Sake" feat. Asheru
BK-One "Face It" feat. Toki Wright
Slum Village "Tainted" feat. Dwele
Busta Rhymes "You Can't Hold The Torch" feat. Q-Tip & Chauncey Black
The Ins & Miles Bonny "J. Birdly"
Fleur Earth "Wind"
Grooveman Spot "D.E.E"
Dudley Perkins "Funky Dudley"
Dr. Dre "Bad Intentions" feat. Knoc-Turn'Al
D'Angelo "Left & Right" feat. Method Man & Redman
Q-Tip "Things U Do"
Samon Kawamura "Still Significant" feat. Kev Brown
Quincy Bright "Oh No The Nite"
Black Eyed Peas "Fallin' Up"
The Roots "Guns Are Drawn"
Madlib "Take That Money" feat. Roc C & Oh No
MF Doom "Hoe Cake"
Kinderzimmer Productions "Nie Wieder Gut" (live)
BlakRoc "Stay Off The Fucking Flowers"
Pablo "Reincarnation"
Mos Def "History" feat. Talib Kweli
Testiculo Y Uno "Deetermeter"
Skero "Schritte"

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Johnny Clash EP

Heilig Abend kann kommen! Familiebetrieb präsentiert: EKs Johnny Clash Download-EP (ab 24.12.09 ek'sklusiv auf http://www.familiebetrieb.ch/)



„Oh, jingle bells, jingle bells, jingle all the way, what fun it is to ride, in a one horse open sleigh. Jingle bells, jingle bells, jingle all the way, what fun it is to ride, in a one horse open sleigh“

Mos Def - Supermagic - The Ecstatic

Der Dante hat von seinem Überalbum „The Ecstatic“ den Track „Supermagic“ videogeshootet. Hier nun das Ergebnis.... PÄNG!




Übringens: Der Beat ist von Oh No und findet sich auf dessen 2007er-Album „Dr. No's Oxperiments“ wieder.

„The Ecstatic“ geht seit Juni dieses Jahres über virtuelle und greifbare Ladentheken. Dieser Blog wurde Ende Juli aufgeschaltet. Deshalb findet sich hier kein „Dig it“-Eintrag zu diesem Album. Aber auf hiphoponair.ch wurde die Album-Review aufgeschaltet. Lies:

1997 gab Dante Terrell Smith mit dem Song „The Universal Magnetic“ sein 12inch-Debüt. Als Gast am Mic auf dem Lyricists Lounge-Release „Body Rock“ (zusammen mit Q-Tip und Tash) und dem Bush Babees-Track „Love Song“ erlangte Mr. Smith aka Mos Def erstmals haufenweise Aufmerksamkeit. 1999 schliesslich wurde er dank zwei LPs bereits in den Rap-Olymp gehievt. Die Rede ist von den Rawkus-Classics „Black On Both Sides“ und „Black Star“ (zusammen mit Talib Kweli). 2004 legt Mos Def nach. Dass er durchaus offen für Experimente ist, wusste die geneigte Zuhörerschaft ja schon seit seinem Take Off. Was der MC aus Brooklyn aber mit „The New Danger“ in die Regale stellte, sprengte den Horizont eines durchschnittlichen Rap-Hörers aber wohl zu sehr. Die Konstante auf „The New Danger“ war Mos Def und seine Lyrics. Was die musikalische Seite des Albums angelangte, wurde gefunkt, gejazzt und gehardrockt, dass die Fetzen flogen. Ein Grossteil des Albums entstand in Zusammenarbeit mit Boogie Mans Band Black Jack Johnson (leider durften wir bis heute nicht in den Genuss eines offiziellen Releases dieser Truppe um Mighty Mos kommen). So bekam Mos für diesen Longplayer nicht die Aufmerksamkeit, die ihm durchaus zugestanden hätte. Dieses Scheitern gemessen an kommerziellen Massstäben war wohl mit ein Grund, dass sich Mos Def nicht mehr mit seinem Label Geffen Records verstand. So befreite sich Mos 2006 mit dem Album „True Magic“, das über weite Strecken mehr wie eine Proberaum-Session oder einen One Take-Jam anhörte als ein echtes Album, aus den Fesseln seines Arbeitgebers. Ausserdem erschien „True Magic“ ohne Cover und Booklet. Ob Mighty Mos Def mit dieser Aktion Geffen einen Tritt ins Schienbein versetzte oder ob sich der MC und sein Label wegen eines Leaks und vorschnellen Reaktionen auf eben diesen ganz einfach verkalkulierten, das wird wohl das Geheimnis der Beteiligten bleiben. Fest steht, dass auch „True Magic“ seine starken Momente hatte und durchaus als ein Wegweiser für das weitere Schaffen von Mos Def gesehen werden darf.
10 Jahre nach seinem Solo-Debüt legt Mos Def mit „The Ecstatic“ – seinem nunmehr vierten Soloalbum – nach. Und er geht gleich in die Vollen. Auf einem Brett von einem Beat von Oh No, der harte Gitarrenriffs mit Soundfetzen aus dem Orient und Hendrix-liken Hippie-Melodien mischt, macht Mighty Mos klar wer hier „Supermagic“ ist. Für Verschnaufpausen beleibt keine Zeit. Auch der nächste Song „Twilite Speedball“ (produziert von Chad Hugo) geht straight nach vorne. Und just an dem Punkt, an dem ich dachte, nö, besser kann es nicht kommen, dropt Madlib mit einem Extrakt aus seiner Beat Konducta-Serie („In India“) eine perfekte Steilvorlage für Mos Def und seinen Gast am Mic Slick Rick, die die Gesellschaft kritisch beäugen und ihre Eindrücke kundtun („Soul is the lion´s roar, voice is the siren, I swing round, wring out and bring down the tyrant, chop a small axe and knock a giant lopsided“ – Mos Def). Symbiotischer kann Beat und MC wohl nicht sein als auf diesem Track („Auditorium“). Weiter geht es mit Madlibs Indienreise und dem Track „Wahid“, in dem Mos seine Gedanken zum aktuellen Weltgeschehen preisgibt („The old timers say we living in the final days, gunsmoke, young folk living any kinda way, gangster holiday, gritty states a hideaway, meanwhile soldiers take it straight through their armor plate“). Weiter geht es mit einem souligen Beat von Preservation und Gedankengängen über Prioritäten, bevor dann was die Rhythmen des Tracks „Quiet Dog Bite Hard“ (abermals von Preservation produziert) betrifft ein Abstecher auf den Dancefloor naheliegt, wozu sich Mos eine Schmährede auf das wacke MCing dieser Tage vom Leib posaunt . Mit der ersten Single „Life In Marvelous Times“ (produziert von Mr. Flash) haben auch erstmals raumfüllende Synthie-Klänge Platz auf „The Ecstatic“. Beizeichnenderweise stellt The Mighty One auf diesem Track die Antipode zum Beat und lässt seinen Gedanken zu einer Jungend ohne markantes Eigenes freien Lauf. So reiht sich Highlight an Highlight, wie der Track „No Hay Nada Mas“ (frei übersetzt: weiter nichts, nothing else), auf dem Mos Def auf jazzigen Satz Drums und lateinamerikanischen Gitarrenklängen (produziert von Preservation) auf Spanisch vor sich hin philosophiert, die Intruders-Reinterpretation „Pistola“ (Oh No am Beat), dem Duett mit Georgia Anne Muldrow („Roses“) oder der Blackstar-Reunion auf einem wunderbar souligen Dilla-Beat („History“).Wie schon die beiden Vorgängeralben steht auch „The Ecstatic“ quer in der Rap-Landschaft, wenn man sich umhört und bemerkt, wie einfältig und immer wieder gleich sich Produktionen dieser Tage anhören. Bleibt zu hoffen, dass Mos Def mit seinem auf allen Ebenen grossartigen Album nicht an dieser die Kreativität geisselnden Schallmauer scheitert.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Pablo - Turntable Technology

Pablo? Who the f#&k?! Konsolen-Nerds werden den Herrn kennen, obschon sie vielleicht noch nie von dem Typen gehört haben. Zumindest diejenigen unter ihnen, die dem Format „Grand Theft Auto“ verfallen sind. Denn Pablo (Michael Hunter) hat „GTA 4“ und „San Andreas“ mit seinen Sounds unterlegt. 2001 hat Pablo die 12“ EP „Turntable Technology“ auf Red Hook Recordings releast. Drei der vier Tracks auf dieser EP tauchen auf dem gleichnamigen Debütalbum des Beatbastlers aus Schottland wieder auf. Es sind dies die Tracks „The Story Of Sampling“ und „High Jazz“ sowie der Intro- und Titeltrack „Turntable Technology“, auf dem Pablo dem Hörer mit Hilfe von Vocal-Samples eine Bedienungsanleitung für Turntables vorlegt. Der Track „The Story Of Sampling“ klingt im Gegensatz zu den anderen beiden Songs auf der EP nicht mehr gleich wie noch vor acht Jahren. Pablo hat diesem Track einen neuen Beat verpasst. Die Raps hingegen sind (beinahe) dieselben wie noch vor acht Jahren. Nun ist es aber mitnichten so, dass Pablo einen MC in seine Booth bestellt hätte, um Lyrics für seinen Beat zu recorden. Nein, Pablo steht auf Abwechslung und aufwändiges Geschnippsel und Arrangement. So hat er in seinen Plattenkisten gewühlt, um aus verschiedensten Acappella-Versionen von Rap-Track verschiedenster Rap-Cats Lines auszuwählen, die er danach in mühsamer aber liebevoller Kleinstarbeit zu einem grossen Ganzen zusammen gefügt hat. Auch was die Beats betrifft, lässt Pablo sein Schaffen durch keinerlei Barrieren einschränken. So besticht das Album „Turntable Technology“ durch seine Vielschichtigkeit. Bekenntnisse zu Soul, Funk und Synthesizer-Pop finden sich auf dem Longplayer ebenso wie solche zu Rock, Barockmusik und Elektro. Ausser Frage steht, dass Pablo auf Jazz und Soundtracks steht, da seine Soundcollagen stark durch Elemente dieser Genres geprägt sind. Trotz all dieser grundverschiedenen Einflüsse und Inspirationsquellen ist „Turntable Technology“ ein in sich geschlossenes Werk, das in keinem Moment Langweile zulässt und zweifellos zu einem der stärksten Momente musikalischer Ergüsse des sich zu Ende neigenden Jahres zu zählen ist.

Sulaya - De Tüfel Und Ich

Vor 10 Jahren freestylte er alle in Grund und Boden. 2006 lieferte er sein Debütalbum („MBS“) ab. Nun legt Sulaya nach. Sein Zweitling „De Tüfel Und Ich“ ist wie der Vorgänger vorwiegend von Toe produziert. Nein, Suly nimmt noch immer kein Blatt vor den Mund. Sagt, was er sagen will und wie er es sagen will. Zugeständnisse gibt’s keine. Und auch Toe am Beat beleibt Toe am Beat. Reinpfuschen lässt sich die Schaffhausen-Aargau-Phalanx nicht. Ausgerüstet sind sich immer noch mit Mic, Keys und Drumcomputer. Wer braucht schon Laserschwerte. Die Macht ist auch so mit ihnen. So gibt Suly auf dem Album auch sein „Statement“ zu Kompromissen: „[…] und wenn ich je en Arsch muäss küssä, figg ich ufs erfolgriich syy, chan in Schpiägel luägä und chan sägä ich bin schtolz uf dich“. Die Stärke der 13 Tracks ist deren Direktheit. Was mir weniger liegt, sind die Beats. Noch auf „MBS“ war ich mehr auf Toes Welle. Auf dem neuen Album wird zu viel in der jüngeren Vergangenheit gegraben. Los geht’s im Album-Opener „The Show Must Go On“, der most powerful Synthesizer-Breitseite ever done und Freddie in der Hook. Da mir das Original sehr gut gefällt, hab ich auch keine Probleme mit der Version auf „De Tüfel Und Ich“, nicht zuletzt, weil Sulaya den Beat perfekt mit seinen Styles bepackt. Mehr Mühe hab ich mit „I Dine Ärm“, da mich der Track schon in der Originalversion genervt hat. Dasselbe gilt für den Track „My Life“. Neben diesen drei Tracks, deren Samples wohl manch einem bekannt sind, gibt’s da und dort Auszüge und Anleihen von mal mehr und mal weniger bekannten Songs aus dem In- und Ausland. So heben Suly und Toe mit Büne ab und geben sich da Justin und dort Des’ree. Nichts desto trotz weiss „De Tüfel Und Ich“ durchaus zu gefallen. Da dank unbändiger Wut und Verachtung („Push Gwicht“), dort dank Selbstreflexion („Change“, „Gnueg Git’s Nöd“ und „Schmetterling“). Mein Favorit auf Sulys Zweitling ist aber ohne Zweifel der Track „Fuck Uf Rap“. „Ich steppe in Ruum alli sägäd sali, sali Suly, Suly wo bisch gsi g#**%§+*@££i“. Yep, Sulaya ist back am Set.

PS: Shout Out an John Porno! Du weeeeeeisch :))

Dig In The Crate