Mittwoch, 30. Juni 2010

Breitbild - Was Für A Moment

Seit zehn Jahren machen die Jungs zusammen Musik. Vor acht Jahren erschien ihre Debüt-EP. Bis heute hat Breitbild verschiedene Erfolge verbuchen können. Der letzte war die doppelte Ehrung für ihren Clip zum Track „Nacht“ (Solothurner Filmtage und EDI.09). Und als Live-Act haben Breitbild weit über Szenekreise hinaus für Aufsehen gesorgt. Am 28. Mai ist ihr viertes Studioalbum erschienen. „Was Für A Moment“ heisst das Teil. Viel Zeit und Herzblut haben Andri, Vali, Claudio, Thom und DJ Jäger in das Album investiert, vielleicht sogar ein bisschen mehr als bei den anderen vier Werken, könnte doch „Was Für A Moment“ das letzte Breitbild-Album sein. Nicht, dass sie keinen Bock mehr auf Rap oder sich ihre Wege getrennt hätten. Nur ist es so, dass die Wege eben länger sind und die Zeit knapper ist als damals. Vielleicht ist dies auch mit ein Grund dafür, dass „Was Für A Moment“ zwar eine Momentaufnahme, in gleichem Masse aber auch eine Retrospektive ist. Kern eines jeden Songs ist ein unverwechselbares Gefühl, das umschrieben und vertont wurde. Neben der Sprache spielen Sequenzer und Drumcomputer noch immer eine Hauptrolle. Aber Live-Instrumetierung ist nicht mehr nur für die Bühne bestimmt. So ist die Snare nicht immer ein Tab und der Bass nicht immer ein Loop. Und ein Sreicherquintett wurde bei den Studioaufnahmen auch miteinbezogen. „Was Für A Moment“ klingt organischer, vielseitiger und reifer als frühere Aufnahmen. Die Arrangements sind ausgefeilt, die Sounds warm, mal soulig, mal funky, da spährisch, weiträumig, dort fokussiert. Fokussiert auf den Moment, weil der Moment zählt. Oder um es mit einer Zeile aus dem Titeltrack zu sagen: „Was für a beschissani Zyyt, was für a schöna Moment“.


Favourtis: "Raketa", "Schiiwörfer" und "Souviens-Toi"


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