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Dienstag, 27. Juli 2010

4 Old Kids - The Beat Stew Vol. 1

Cut Spencer, Olivier, The Intern und Raw Bell sind vier in die Jahre gekommene Kinder aus Paderborn, die sich gerne mit Schallplatten, Sequenzern und Drumcomputern vergnügen. Zusammen sind sie sowas wie die vier Musketiere des Beats, oder eben die 4 Old Kids. Auf dem Myspace-Account der Paderborner Supergroup haben sie unlängst ein 55 Beats umfassendes virtuelles Tape zusammengestellt und zum Download freigegeben. Wer sich das Teil saugt bekommt a whole lotta Soul, aber auch Jazz und Funk (Mr. Browns "Funky Drummer" zum Beispiel kommt einmal mehr unter die Pads ohne scheint gewissen Exponenten aufzustossen), Ska, Filmmusik, Gitarren aus den 60ern, orchestrale Klänge und Schlager - natürlich immer mit einem stimmigen Drumpattern versehen - auf die Lauscher. Das Teil, das sie "The Beat Stew Vol. 1" genannt haben, bietet 45 Minuten Hörvergnügen. Wer nicht saugt, ist selber schuld.


Shawn Jackson - Brand New Old Me

Seit dem Release seines Debüts "First Of All..." auf Tres Records sind nunmehr zwei Jahre durch die Lande gezogen. Die New Jack Hustle-LP (zusammen mit Newman/Giant Panda) folgte ein Jahr nach dem Solo-Debüt. Nun legt Shawn Jackson nach und veröffentlicht heute seine zweite Solo-LP "Brand New Old Me". Wer die Messlatte bei seinem Debüt so hoch zu legen vermag, wie dies Mr. Jackson zustande brachte (hier stehen keine Verkaufszahlen zur Debatte, fühlt sich der MC aus LA doch der Artform und nicht blossen Verkaufsargumenten verpflichtet), sieht sich beim Release des Nachfolgers mit dem Problem des Niveauhaltenkönnes konfrontiert. Manch einer ist dieser Problemstellung nicht Herr geworden und daran zerbrochen bzw. an sich selber gescheitert. Wer nun den Titel des neuen Longplayers diesem Problemfeld gegenüber stellt, könnte auf den Gedanken kommen, Shawn Jackson habe sich möchglicherweise für dahingehende Kritiken schon in Stellung gebracht und die Ausrede(n) im Köcher. Ungefähr so ist es zumindest mir ergangen, als ich die Pressemappe erhalten habe. "Brand New Old Me" bedeutet ja schliesslich nichts anderes als "Ja, das bin immer noch ich aber eben anders". Und genau dieses Motto hat Shawn Jackson in die Tat vertont, mit tatkräftiger Unterstützung der Herren an den Pads, Tasten und Reglern (K-Salaam, Beatnick, Astronote, Cook Classics, Cloud, Beat-Maker-Beat, Ro Blvd, Mr. Brady, Tony Ozier, MNDSGNK, Knxwledge und Jordan Rockswell). Dominierten auf "First Of All..." noch Samples das Soundbild, so sind es auf der neuen LP Synthesizer. Mood und Delivery sind aber immer noch nichts als Shawn Jackson wie er leibt und lebt. "Brand New Old Me" eben. Und wer nun denkt, Synths hätten kein Soul, der irrt gewaltig. Denn was die Producer auf "Brand New Old Me" draufgepackt haben, ist nicht als Soul. Und wer darüber hinaus denkt, die Producer-Liste sei schlicht zu lang, um ein in sich geschlossenes Werk zu gestalten, irrt ebenso. Dies liegt wohl auch an Shawns Vision beim Beats picken. Was der Mann am Mic kann, ist sowieso unbestritten. So ist er nicht einer jener, die bloss Reim an Reim hängen, sondern einer jener, die Geschichten erzählen und die Hörerschaft mit in ihre Welt nehmen. Shawn Jackson schafft dies auf "Brand New Old Me" für genau 53 Minuten und 26 Sekunden. Und jetzt ratet mal, wie lange die gesamte Spielzeit des Albums beträgt...

Chuck Tailor - This Ones On Me


Chuck Tailor ist Producer und MC mit Homebase Cali. Mehr ist nicht über den Mann in Erfahrung zu bringen. Fakt ist, dass Chuck ein Beat-Packet geschnürt und zum freien Download ins Netz gestellt hat. Futter für den Sequencer war Soul aus den 70ern. Gewiss, "This Ones On Me" ist bietet in keinster Weise neues. Aber wer bei der Arbeit entspannte Grooves als Begleitmukke oder soulige Beats für Freestyles schätzt, der weiss mit Chucks Beats bestimmt was anzufangen.

http://chucktailor.bandcamp.com/

Montag, 26. Juli 2010

Trek Life - Everything Changed Nothing

Aufgewachsen in West Covina/LA beging Trek Life dieselben Jugendsünden wie viele Kids in den Vorstädten der Stadt der Engel. Während seiner Schulzeit fand er zu Rap. 2004 releaste er seine erste 12", danach kam es zu Zusammenarbeiten mit Evidence und Rhettmatic. Im Mai 2006 droppte Trek Life sein Album-Debüt "Price I've Paid", connectete mit Heads aus dem Okayplayer-Umfeld und schliesslich mit Washington DCs Finest Oddisee. Früchte dieser Zusammenarbeit sind zum einen das Projekt "New Money ('Price I've Paid' Oddisee Remixes)", das im Januar 2009 veröffentlicht wurde, und zum andern die zweite Solo-LP von Trek Life, die von A bis Z von Oddisee produziert worden ist. Das Teil heisst "Everything Changed Nothing", ist 12 Tracks stark und soll morgen Dienstag erscheinen. Eines schonmal vorweg: Das Tagteam Trek Life/Oddisee hat Grosses geleistet. Wer die Karriere des Mannes am Beat ein wenig verfolgt hat, weiss, was dieser zu leisten im Stande ist. Auf "Everything Changed Nothing" vermag Oddisee seinen bisherigen Output gar zu toppen, indem er Trek Life Beats auf den Leib gebastelt hat, die den Mann am Mic zu Höchstleistungen angetrieben haben. Die Beats haben Soul, gehen ohne Umwege sofort in die Nackenpartie und dank funkadelicesker dreckig-verzerrter Westcoast-Synths auch straight in die Beckengegend, Golden Era 2.0 quasi. Oddisees Steilvorlagen verwertet der MC aus West Covina spielend, indem er seine Eindrücke in Geschichten verpackt und in entspannten Flows bündelt. So hatte ich während der knapp 45 Minuten Spielzeit nie den Drang, den Cursor auch nur in die Nähe des Skip-Buttons zu führen. Vielmehr hab ich mir die LP gleich nochmals zu Gemüte geführt. Gäb's hier am Blog Sternchen oder Punkte für besprochene Releases, würden Trek Life und Oddisee dem Maxium sehr nahe kommen.

Sonntag, 25. Juli 2010

"BEATS, RHYMES & LIFE" heute Abend ab 18 Uhr live aufm Sender

Heute Abend ab 18 Uhr werden der Diggler Kurt und Ruedi Snare nach einem Monat Sendepause das RaSA-Studio wieder in Beschlag nehmen. Im Gepäck hat der Kurt wie immer sein Schwarzes Gold, heute vornehmlich neue Scheiben. Aber Kurt und Ruedi werden heute nicht nur neue Scheiben präsentieren, sondern auch solche, die's gar noch nicht gibt. So stehen heute Abend auch die noch nicht veröffentlichten LPs von Shawn Jackson und Trek Life auf der oralen Speisekarte. Wohl bekommt's!

"BEATS, RHYMES & LIFE" heute Abend ab 18 Uhr auf Radio RaSA 107.2FM 106.4Sasag

Playlist
Hubert Daviz "Intr-O Lume Plima De Caine"
Kev Brown & LMNO "Gotta Get It" feat. Kenn Starr
El Da Sensei & The Returners "Nu World"
Mabanua "Holdin' It Down" feat. Kev Brown
Roc Marciano "Panic"
Die Beleidiger "Beatsundreime"
yU "Memory" feat. Erk
Flip "U.M.B.E.R.T.O G.H.E.T.T.O"
Apollo Brown "Seasons"
Trek Life "Can't Complain" feat. Wyann Vaughn & Oddisee
Trek Life "Ready To Live" feat. Olivier Daysoul
Trek Life "As The World Turns" feat. Olivier Daysoul
The Roots "The Day" feat. Blu, Phonte & Patty Crash
José James "Detroid Loveletter"
Aloe Blacc "So Hard"
Erykah Badu "Fall In Love"
Electric Wire Husle "They Don't Want"
Fashawn "Our Way" feat. Evidence
Kev Brown & LMNO "The Ultimate"
Freeway & Jake One "Money" feat. Omillio Sparks & Mr. Porter
Shawn Jackson "Fruit Salad"
Shawn Jackson "Brand New Old Me" feat. JimiJames
Oxmo Puccino "Véridique"
House Shoes "The Makings"
The Roots "Now Or Never"
Flip "Das Oage Zeig" feat. Tibor Foco, Laima & BauXL
Die Beleidiger "Gutsherr"
Die Beleidiger "Schreianfall"
Trek Life "Due West"
Evidence - Track 4 from upcoming LP "Cats & Dogs"
Semantik "Wer Ich Bin"

Samstag, 24. Juli 2010

The Roots - How I Got Over

And they did it again... Eben haben die Mannen um Mastermind ?uestlove und Poet Black Thought eben ihr nunmehr neuntes Studioalbum veröffentlicht. "How I Got Over" haben sie es genannt. Wer die Nadel in die Rille legt, wird schnell begreifen, wie sie es wohl gemeint haben könnten. Der Mood der Roots-Tracks 143 bis und mit 156 ist in keinster Weise mit deren Vorgängern zu vergleichen. Erdiger und lauter waren "Rising Down" und "Game Theory". "How I Got Over" ist smooth. So smooth wie selten was anderes seit Dillas Ableben. So smooth wie es heute in Sachen Beats nur noch die Japaner und Kev Brown sind. Smooth wie Hip Hop Mitte der 90er. Rücksichtslos smooth, auch auf die Gefahr hin, dass die Jugend 2.0 gar nicht weiss, was smooth überhaupt bedeutet. The Roots sind dahingehend kompromisslos wie eh und je. So beginnt die LP nicht mit einem Kracher, sondern mit einem ruhigen Intro. Dann folgt der Track "Walk Alone", wo ?uesto sich erdreistet, die Snare nicht auf die Zwei und die Vier zu setzen und Black Thought und Dice Raw aktuelle gesellschaftliche Standards hinterfragen. Und genau in diesem Stile geht's dann weiter. Nicht die üblichen Synth-Sounds, sondern Piano und Rhodes. Keine Claps, sondern Snare. Keine hektischen und zu laute Hats. Kein Autotune. Weder Ich-Bin-Cooler-Als-Du-Raps noch Ich-Bin-Böser-Bube-Images. Auf "Hustla" gibt's nur die Persiflage davon. All die andern Tracks haben Gehalt, wie es sich heute nicht mehr gehört in der Szene. Die Raps sind deep, auch wenn deepe Raps heute wohl uncool sind und gar nicht verstanden werden (wollen). So ist "How I Got Over" sowas wie der Gegenpart, das Ego zwischen all den Alteregos in Tagen wie diesen. Der ruhige Moment in rastlosen Zeiten.

Freitag, 23. Juli 2010

Trek Life - Before Everything Changed / Rhymes Within Reason EP



<a href="http://treklife.bandcamp.com/album/rhymes-within-reason">Intro (cuts by DJ Tommy Blak) by Trek Life</a>

Trek Life wird am 27. Juli die LP "Everything Changed Nothing" veröffentlichen. Um die Erwartung an und den Hunger auf das Album hoch zu halten bzw. zu nähren, hat der MC aus LA unlängst ein Mixtape und eine EP releast. Die grossartige inklusive Intro und Outro 10 Tracks starke EP "Rhymes Within Reason" (produziert von J. Bizness) wurde im März zum Download freigegeben. Seit ein paar Tagen kann nun auch das Mixtape "Before Everything Changed" auf den hauseigenen Rechner gezogen werden. Das Mixtape ist 26 Anspielpunkte stark und featuret rares und unveröffentlichtes Material wie auch den einen oder anderen Outake des kommenden Albums.

KenLo Craqnuques - Brun

Ende 2007 veröffentlichte der Somaliakanadier KenLo Craqnuques mit "Noir" das erste Kapitel seiner Beat Tapes. 2008 folgten "Mauve" und "Bleu" und ein Jahr darauf "Orange" und "Rose". Im April 2010 erschien die Error Broadcast-EP "Cailloux Germés". Vor einer halben Woche hat KenLo wieder ein farbiges Beat Tape zum Download freigegeben. Das Teil heisst "Brun", ist 17 Beats stark und geht wunderbar ins Genick. KenLo geht seinen eigenen Weg, irgendwo zwischen deren von Dilla und Flying Lotus. Mal quirlige Synths, mal wuchtige, die Drums hinken, manchmal stocken sie, und die Samples sind so geschnitten, wie es andere nicht können oder wagen. KenLo nimmt "Brun"-Hörer mit auf seinen Weg.

&amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href="http://kenlocraqnuques.bandcamp.com/album/brun"&amp;amp;amp;amp;amp;gt;102_(103.6fm) by KenLo Craqnuques&amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;gt;

Oddisee - West Coast Beats

Oddisee ist einer der talentiertesten und produktivsten (wenn nicht der produktivste) Beatbastler dieser Tage. Mitte Oktober 2009 veröffentlichte Oddisee "Odd Autumn" (Teil zwei seiner Vier-Jahreszeiten-Serie, im Mai 2009 erschien "Odd Summer"). Seit dem Release des grossartigen Diamond Disctrict-Albums (zusammen mit K.O und yU) ist heute gut ein halbes Jahr vergangen. Im Januar wurden "Odd Winter" und der Longplayer "Traveling Man" veröffentlicht. Im Mai folgte "Odd Spring". Nun gibt der Beatnerd aus Washington DC mit "West Coast Beats" ein weiteres Release frei. Und Ende Juli wird das von Oddisee produzierte Trek Life-Album "Everything Changes Nothing" in die Ladenregale gestellt. Was die Qualität der Releases betrifft, werden trotz der hohen Kadenz keine Abstriche gemacht. Das betrifft sowohl "West Coast Beats" als auch Trek Lifes LP (Review folgt in diesen Tagen). "West Coast Beats" ist 14 Anspielpunkte stark und beweist einmal mehr, dass wenn es um Sampling und Synthesizer geht heute kein Weg an Oddisee vorbeiführt.

<a href="http://oddisee.bandcamp.com/album/oddisee-west-coast-beats-hosted-by-trek-life">Still Never Rains [Instr Snpt] by oddisee</a>

Moe Green - Rocky Maivia: Non Title Match


Die Michelle von Audible Treats hat mich schon vor mehr als einer Woche auf Moe Greens Netz-LP "Rocky Maivia: Non Title Match" aufmerksam gemacht. Und weil die Tipps der Michelle eigentlich immer Greyerzer Doppelrahm sind, hab ich mir das Teil auch gleich auf den Rechner gezogen. Was soll ich sagen... die Michelle ist echt eine Gute! Die LP ist wirklich Greyerzer Doppelrahm. Beats fresh, Raps fresh, alles fresh, und erst noch gratis. Man surfe einfach zur virtuellen Zapfsäule, docke an und sauge. Alsdann führe man sich die 17 souligen Tracks zu Gemüte.

<a href="http://moegreen.bandcamp.com/album/rocky-maivia-non-title-match">He's Moe Green (Intro) by Moe Green</a>

Freitag, 9. Juli 2010

Afromix! - Music from, or inspired by Africa. by Richy Pitch

Playlist
Jay Dilla "African Rhythms"
Madlib "Jungle Soundz Pt 1"
A.R.M "Where I'M From"
Fela Kuti "Let's Start"
J Period & K'Naan "Let's Start (Fela Tribute)" Fulgeance "Tribute To Hugh Masekela"
Fokn Bois "Coz Ov Moni"
Rob (Richy Pitch Edit) "Make It Slow, Make It Fast Inst."
M3nsa "Anaa"
Dj Juls "Nokofio Inst."
Richy Pitch Feat. Reggie Rockstone & M3nsa "Visa Connection Man"
Ck Mann & Carousel 7 "Funky Highlife"
Richy Pitch Feat. Yasmeen "Dey Suffer (Dj Edit)"
Antibalas & Swag "Government Magic"
Débruit "Nigeria What?"
Bunzu Soundz "Kokrohinko"
Kpanlogo "Ghanaian Traditional Music"


Black Milk - Album Of The Year

Black Milk wird ein neues Album veröffentlichen. Das Teil soll "Album Of The Year" heissen und am 14. September in den Ladenregalen stehen. Als Appetizer hat Black Milk einen ersten Song vom kommenden Album zum Download freigegeben. Der Track heisst "Welcome" und macht definitiv Lust auf mehr.

<a href="http://blackmilk.bandcamp.com/track/welcome-gotta-go">Welcome (Gotta Go) by Black Milk</a>

Donnerstag, 8. Juli 2010

Keno - Regentage


Ende Mai fand in Köln das Beat BBQ statt, ganz im Zeichen von Liebe, Bier, Steaks, Würsten und Beats. Als Dankeschön für den rundum gelungenen Anlass stellten die Beat BBQ-Protagonisten das „Beat BBQ 2010 – Free Tape“ zum Download bereit. Viele Menschen haben sich das Teil auf ihren Rechner gezogen. So auch Keno von Creme Fresh. Keno hat während des verregneten Junis zu den Beat BBQ-Beats getextet und recorded. Resultat: Keno’s „Regentage EP“.

Semantik - Molotow

Semantik hat Soul. Definitiv. Sema hat Leidenschaft, ist Feuer und Flamme für Rap und die Message dahinter. Sema leidet und kämpft. Kompromisse machen andere. Ein Blatt vor den Mund nimmt Sema nicht. Lieber tritt er der Gesellschaft verbal in die Eier, hält der Masse den Spiegel vor und scheut sich nicht, auch selbst hinein zu schauen. Semas Rap ist State Of The Art und Klassenkampf, hat Pathos und Style. All dies macht den MC aus Zürich zu einer Ausnahmeerscheinung in der hiesigen Szene. Semas neuer Longplayer heisst „Molotow“. Ob das Album nun mehr Wjatscheslaw Michailowitsch als Cocktail oder umgekehrt ist, sei jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass „Molotow“ zwölf Tracks starkes Kopfkino ist. Die Mehrheit der Szenarien sind düster und dreckig. „Molotow“ mit Hoffnungslosigkeit gleich zu setzten, wäre hingegen falsch, lebt das Album doch eher von Wut und Kampfgeist. Und wer Wut empfinden kann und Kampfgeist beweist, der hat auch Hoffnung. Das eine setzt das andere voraus. So hat denn das Album mit den Tracks „Engel Vo Züri“ und „Ich Will“ auch ihre helle Seite. Hoffnung eben. Den grossartigen, sehr abwechslungsreichen Soundtrack zu Semas Kopfkino geht auf die Konti der Herren TZA, Sad, Ryo und Ripa. Beat und Rap passen auf jedem der Songs wie die Faust aufs Auge. So tragen die Beatbastler ihres dazu bei, dass es Sema einmal mehr wie kein zweiter versteht, seine Wahrnehmung und Gefühlswelt in authentischen Rap zu verpacken, was „Molotow“ zu einem Highlight einheimischer Releases macht.

Freitag, 2. Juli 2010

Drune'N'Izeo - Starch Alkoholisiert


And the Saga continues. Mostinder Drunke'N'Izeo hat gerade eben die zweite Episode von „Starch Alkoholisiert“ releast. Verbales Egoshooting. Flows! Manchmal sogar Inhalte. B|@7¢H!

Saug!

Dead Prez - Revolutionary But Gangsta Grillz

M-1 und stic.man sind Dead Prez. Vor 10 Jahren veröffentlichten die beiden ihre legendäre Debüt-LP „Let's Get Free“. 2002 legten sie den ersten Akt ihrer Mixtape-Serie „Turn Off The Radio“ nach. Zwei Alben und zwei Mixtapes später schliesst sich der Kreis, veröffentlichen die Dead Prez doch genau zehn Jahre nach ihrem Debüt mit „Revolutionary But Gangsta Grillz“ (2004 erschien die LP „Revolutionary But Gangsta)“ den vierten Teil der Mixtape-Serie. Wie eh und je spitten M-1 und stic.man über grundverschiedene Beats (vom dreckigen Club-Banger über 80er-Jahre-Discopop bis hin zu klassischen Samples und Jazz- und Soul-lastigen Beats ist alles vorhanden) ihre unverwechselbaren Styles. Unverblühmt und ungeschmickt erzählen sie, was sie bewegt, ob nun vom einfach Leben, von Politics oder der Schnittstelle dieser beiden grossen Themenkreise. Inklusive Intro und Interludes ist „Revolutionary But Gangsta Grillz“ neunzehn Anpielpunkte stark. Mit an Bord beim vierten Teil der Dead Prez-Mixtapes ist DJ Drama. Gäste am Mic sind Divine, Estelle und Mikeflo.

„Revolutionary But Gangsta Grillz“ kann auf deadprez.com/download gratis auf den Rechner gezogen werden. Just click the button.

Pea - So Motivational: The Most Skullduggery of Mixtapes


Pea ist ein Drittel von Tonya Morgan. Noch keine zwei Monate sind verstrichen, seit Pea und Donwill (ebenfalls Tonya Morgan) das Digital-Mixtape „The Sandwich Shop“ zum Download frei gegeben haben. Und schon hat Pea nachgelegt. „So Motivational: The Most Skullduggery of Mixtapes“ heisst das gute Stück, das 14 Tracks stark ist. Unterstützung am Mic erhält Pea von Che Grand, The Lessondary, Donwill, Sene, The Trackademics, Danny!, Stephanie Mae, ABNG, XV, Max Mega, Justin Battle und Willi Dudat. Die Produktionen des Digital-Mixtapes bauen auf den Funk und Soul aus den 70ern, ohne dabei altbacken zu wirken oder den Eindruck zu erwecken, man hätte diesen oder jenen Beat schon schon zig Male gehört. Und gratis ist das Teil obendrein.

„So Motivational: The Most Skullduggery of Mixtapes“ auf Bancamp.

<a href="http://vonpea.bandcamp.com/album/so-motivational-the-most-skullduggery-of-mixtapes">Scorpio (intro) by Von Pea</a>

Chief - Tribute To Chick Corea

Chief ist ein überaus talentierter Beatbastler aus der Westschweiz. Manch mindestens szeneintern bekannter Act hat schon auf die Dienste von Chief gezählt. Ein Grossteil seiner Kunden stammt aus Nordamerika. So haben bis dato Les Nubians, Blu, Kissey Asplund, Dynas, Moka Only, John Robinson, Co$$, Abstract Rude, J Sands, Kenn Starr und El Da Sensei (um nur einige Namen zu nennen) schon mit Chief zusammen gearbeitet. Auf seinem Erstling „Collabo Connections“ (November 2009) ist manch einer der eben genannten Acts gefeaturet. Vor etwa einem Monat hat Chief das Instrumental-Album „Tribute To Chick Corea“ veröffentlicht. Der Albumtitel lässt die Sounds betreffend keine Fragen offen. Auch wer Chiefs Vorbild(er) am Sequencer sein könnte(n), ist unschwer zu erahnen. Mit „Tribute To Chick Corea“ vermag Chief auf ganzer Linie zu überzeugen und tritt den Beweis an, dass er sich mitnichten vor so grossartigen Bastler wie denjenigen aus den Reihen des Hi Hat-Clubs oder solchen aus den Staaten zu verstecken braucht. Zu viele grossartige Momente bietet „Tribute To Chick Corea“, zu gut und stimmig in sich ist die Produktion. Zehn Tracks stark ist das Album, die selbe Anzahl Highlights zählt es. Und gratis ist es obendrein! Big Ups Chief!

„Tribute To Chick Corea“ kann sich jeder der möchte auf Chiefs Bandcamp-Account gratis auf den Rechner ziehen.

<a href="http://chiefbeatmaker.bandcamp.com/album/tribute-to-chick-corea">Love castel by Chief</a>

ProF - The Door/Lost World

„Born on the beautiful spice planet Grenada in 2048, a strange force drew ProF then known as sir Perry Andre the 1st to a mysterious land far far away called Adanac Otnorot.“ So stellt sich der Beatbastler und Soundtüftler aus Toronto vor. Seit dem Juni 2009 veröffentlicht ProF fleissig digitale Releases. Gerade eben hat er sein Debüt-Album „The Door/Lost World“ zum Verkauf frei gegeben. Zwölf Beats stark ist das Werk des Mannes, der sich mit seinen Soundwelten seine eigene Nische im Raum-Zeit-Kontinuum geschaffen hat. Wie es sich für einen Mann aus der Zukunft gehört, gibt's das Abenteuer nur in digitaler Form zu erstehen. Wer sich ein Bild von „The Door/Lost World“ machen möchte, der kann auf ProFs Bandcamp-Account sechs der zwölf Tracks seines Debüts gratis downloaden.


<a href="http://prof.bandcamp.com/album/the-door-lost-world">Time and Planning by ProF</a>

Dig In The Crate