Mittwoch, 16. Mai 2012

Moka Only & Ayatollah - Bridges

Der Typ ist die Arbeitswut in Persona. Moka Only hat in den vergangenen eineinhalb Dekaden gegen sechzig Releases rausgehauen. Anfangs als Teil von Swollen Members. Den Grossteil solo. Mal als MC, dann als MC und Producer in Personalunion. Wie manch einer im Spiel auch mal unter "falschem" Namen. "Bridges" heisst der neuste Streich des Tausendsassas aus Vancouver. An seiner Seite Ayatholla, die Producer-Legende aus Queens. Das Album der beiden zählt fünfzehn respektive zwanzig Tracks (digitale Deluxe Edition). Und gleich vorweg: Knapp die Hälfte hätten's auch getan. Yep, eine EP hätte tatsächlich gereicht. Viele der Tracks sind knapp gehobenes Mittelmass bzw. nahe an der vollkommenen Belanglosigkeit. Ausserdem sind Beats und Raps sehr stark Madlib- und DOOM-affin, womit sich die beiden auf nur sehr schwer begehbares Terrain wagen. Es ist echt verblüffend, wie Mokas anderes Ich Ron Contour mit den Flows von DOOM und der Stimme von Madlib operiert. Wegen der Fülle an Füllmaterial und Paralellen zu bösen Buben aus Oxnard und Maskenmännern aus Long Island drohen Perlen wie "Come Anlong", "I Tell Ya" oder "Betcha Neva Know" regelrecht unterzugehen. Das ist echt schade, weil die Perlen auf " Bridges" eben echte Perlen bzw. grosse Momente sind und es verdient haben, gehört zu werden. Falls sich die beiden nicht dazu entschliessen werden, die dicken Dinger auf einer Single oder EP mit wievielen Inches auch immer zusammenzufassen, wovon ich ausgehe, weil Moka Only zum einen noch nie durch Singleauskopplungen aufgefallen ist und zum andern Geschmäcker ja eh verschieden sind, kann man sich im digitale Zeitalter ja problemlos die Tracks rauspicken, die man mag.



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Dig In The Crate