Freitag, 25. Mai 2012

Roger - 4S Punks

Der Roger ist der vom Topf, der mit den Augenzwinkerlyrics, dem Schmunzeln, der mit den WM Rap-ortagen, der Alfred Hip Hop, der Edgar Allen Flow, was er liebt, ist ein dicker und Beat und 'n Bass, und was er hasst, dass das den andern Mietern nicht passt. War 2008 noch "Alles Roger", sieht Roger in diesen Tagen überall "4S Punks". Mit "4S Punks" karikiert Roger die Gesellschaft. Hat er seine Karikaturen auf früheren Releases noch mit einem guten Schuss Ironie versehen oder mit einem Schmunzeln vorgetragen, spielt Roger auf seinem neuen Album härter auf den Mann, geht härter mit der Gesellschaft, mit sich selbst als Teil der Gesellschaft und auch mit sich selbst als ein Individuum ins Gericht. Trotz dunkler Momente ist "4S Punks" kein düsteres Album. Wer es sich angehört hat, wird danach nicht seine Dienstwaffe aus dem Schrank holen, um in der Innenstadt wahllos auf Passanten zu schiessen, weil er mit sich und der Welt nicht mehr im Reinen ist. Wer sich "4S Punks" angehört hat, wird vielmehr einen Moment inne hallten, um über dich, mich und sich selbst nachzudenken, und sich fragen, in welchem Film wir hier eigentlich sitzen und wer Regie führt. Natürlich dürfen wir manchmal auch schmunzeln und dank des Tracks "Serienkiller" eine übelst freshe Liebeserklärung an Rap geniessen. An den Pads bekommt Roger Unterstützung von sich selbst, hat er doch das komplette Album selber produziert. Das Egokonzept geht voll auf, legt der Roger am Beat dem Roger am Mic doch Steilvorlage um Steilvorlage auf. Dabei schaut er weder links noch rechts, jagt keinen Trends nach, sondern macht schlicht und einfach sein Ding. Sollte ein Konzept hinter dem Album stehen, dann war's wohl die Intention und der unbedingte Wille, seinen eigenen Film zu vertonen. Hut ab, in Zeiten von "4S Punks" ist es schliesslich nicht mehr üblich, eigene Wege zu gehen.

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