Mittwoch, 24. Oktober 2012

Gaslamp Killer - Breakthrough

Gaslamp Killer ist der Mann für die anderen Beats. Das beweist er auf seinem ersten kompletten Album "Breakthrough" eindrücklich. Sein Schaffen ist Schmelztigel verschiedenster Styles, Schattierungen und Stimmungen. Wer versucht, GLK in Schubladen zu stecken, wird sich schwer tun. Klar, es gibt immer wieder selbsternannte Szenekenner und Musikkritiker, die meinen, alles schonmal gehört zu haben. So wird "Breakthrough" da und dort als blosser Mo' Wax-Abklatsch gebrandmarkt und kurzerhand in die Schublade "Wonky Beats" gesteckt. DJ Shadow ist ja eh King und Fly Lo sein Nachfolger. Yep, man kann sich's auch einfach machen. Wer sich GLKs Album aber wirklich anhört, wird kaum drum herum kommen, diesem Album ein Eigenleben zu attestieren. So ist das 17 Anspielpunkte starke Werk denn auch abwechslungsreich wie selten ein Album dieser Tage und energiegeladen wie die GLK-DJ Sets. Spannungsbögen werden aufgebaut und überspannt, bis sie bersten, um dann wieder von neuem hochgezogen zu werden. Jeder Beat ist eine Entdeckungsreise. Und trotzdem ist das Album nicht bloss eine Ansammlung von Beats, sondern ein grosses Ganzes. Unterstützung hat sich GLK von Brüdern im Geiste geholt. So haben Gonjasufi, Computer Jay, Mophono, Miguel Atwood-Ferguson, Daedelus, Samyiam, RSI, Yaghmai, Shigeto und Dimlite ihres dazu beigetragen, was das Album ist: Grosses Kino.


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