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Mittwoch, 22. Februar 2012

Dramadigs - Nicht Der Rede Wert

Heiermann aka Konfus und Tsnd Mrk sind Dramadigs. Das Beatschrauberduo aus Bremen hat eben ihr zweites Beattape "Nicht Der Rede Wert" an den Start gebracht. Das Teil ist sowas wie ein Appetizer für ihr Debütalbum "Das muss doch nu wirklich nicht sein!", das Anfangs April auf Taschenbilliard Records erscheinen wird. TB Records ist übrigens ein Anhängsel von Augenringen Unter Dem Dritten Auge Records (AUDDA) vom Umtriebigsten aller Umtriebigen, dem einzigartigen, oft kopierten aber nie erreichten Twit One, der momentan alle Fäden von Beatdeutschland in Händen zu halten und alle Talente um sich zu scharren scheint. "Nicht Der Rede Wert" featuert ruhige, aus Soul- und Jazzsamples zusammengebastelte Beats der ersten Güteklasse. Wer sich das kostenlose digitale Tape nicht auf den Rechner saugt, hat keine Ahnung von Beatbotanik. Zum Download von "Nicht Der Rede Wert" bitte HIER (A) und DORT (B) entlang...



Sonntag, 19. Februar 2012

"BEATS, RHYMES & LIFE" heute Abend live und direkt


Der Kauz an den Einsundzweien, der Ruedi am Mic. Das Duo für den Sonntagabend geht heute Abend live auf Sendung. Neben staubigen und neuen Plastikscheiben gibt's auch Hörproben vom anstehenden Projekt der Herren Twit One und Flo Mega. "BEATS, RHYMES & LIFE" heute ab 18 Uhr live auf Sendung. Die Frequenz für alle guten und unguten Stuben im Raum Schaffhausen ist 107.2FM. Wer mag, kann sich das Spektakel auch via Webradio in die eigenen vier Wände hole. Nachbarn dazu holen und ab damit!

Playlist
Twit Uno X Flo Mega - Manfredine Fagottine
Dr. Oop & Budamunky - Dangerous
Hassan Mackey & Apollo Brown - Megaphone
Baseheadz - Hip Hop (It's Real Hip Hop Remix) ft. Kev Brown
Huss Und Hodn - Veni, Vidi, Fiki
Heltah Skeltah - Sean Price ft. Illa Noyz
Die Profis (Mikro Machine & Spax) - What's Going On
Roc Marciano - Ridin Around
J Dilla - Let's Take It Back (Madlib Remix)
Redman - Whateva Man (MF Kauz Remix)
Black Milk & Danny Brown - Dada
Damu The Fudgemunk - Overthrone
Apollo Gold - 400 PS
Method Man - P.L.O. Style
Dynamic Duo - Dynamisches Duo (Remixx)
The Roots - Mellow My Man
People Under The Stairs - Talkin' Back To The Streets
Marsimoto - Grünes Haus
Hulk Hodn - Ueberego
Hulk Hodn - Trash
Twit Uno X Flo Mega - Frettuccine Krawattine
Grap Luva - Rocking With Elegance (One For Damu)
Forsch' Und Facette - Spiegelbild 2
Jazzo & Melodiesinfonie - Pat Britt
Warren G - Regulate ft. Nate Dogg
DJ Adlib - Streets ft. Planet Asia
Madlib & Freddie Gibbs - Thuggin'
Eric Lau - The Mission ft. Guilty Simpson
Blu & Exile - So(ul) Amazing (Steel Blazin')
Suff Daddy - Gnac
Liquid Crystal Project - Stakes Still High
Baze - Wohärä Geisch? ft. Greis & Endo Anaconda
Twit Uno X Flo Mega - Adriano Celentini
Dexter - Gimme No More
Eminem - Ass Like That (MF Kauz Remix)

Sonntag, 5. Februar 2012

Ruedi und der Kauz heute Abend live aufm Sender

Der Kauz bestückt gerade sein Case mit Granaten aus seinen Regalen, während dessen der Ruedi diesen Beitrag schreibt. Im Case vom Komischen Kauz werden heute vor allem (aber nicht nur) Scheiben vom einzigartigen, oft kopierten aber nie erreichten J Dilla ihren Platz finden. Dilla würde am kommenden Dienstag seinen 38. Geburtstag feiern. Am 10. Februar jährt sich sein Todestag. Yep, heute Abend ises wieder soweit. Ruedi und der Kauz gehen live auf Sendung. Und zwar ab 18 Uhr. Mit im Gepäck is eben erwähntes Schwarzgold, der eine oder andere neue Silberling (Silberling, weil's das Teil entweder noch überhaupt nicht zu kaufen gibt oder weil es das Teil eben erst auf Silber zu kaufen gibt), die eine oder andere Neuigkeit und 2X2 Tickets für den Gig der Dilated Peoples im Stall 6 in Zürich. Jaja, das Telefon sollte immer in Griffweite sein, denn die Losung für Verlosungen sollte langsam aber sicher hinlänglich bekannt sein, ist doch der Schneller eben immer der Gschwindere. "BEATS, RHYMES & LIFE" heute Abend ab 18 Uhr live auf 107.2FM (Raum Schaffhausen). Die Show kann man sich auch per Webradio in die ungute Stube holen. BANG!




Den Gewinnern der Ticketverlosung viel Spass am Gig von Dilated Peoples!

Playlist

Miguel Atwood-Ferguson - Untitled/Fantastic
J-88 - The Look Of Love
J Dilla - Fantasy ft. Pacific Division
Q-Tip - Let's Ride
Slum Village - CB4
J Dilla - Big City/Pay Day ft. Frank Nitty
Common - The Light
A Tribe Called Quest - Mind Power
J Dilla - E=MC2 ft. Common
Jaylib - Raw Shit ft. Talib Kweli
Phat Kat - Dedication To The Suckers
T-Love - When You're Older (Ode To The Pickaninny)
The Roots - Dynamite
Jay Dee - Beej-N-Dem Pt. 2 ft. Beej
1st Down - A Day Wit The Homiez
J Dilla - Dilla Says Go
J Dilla - Walkinonit
Dilated Peoples - Expansion Team Theme
Mister Modo & Ugly Mac Beer - Fresh Lime Juice
Dilated Peoples - Heavy Rotation ft. Tha Liks
I Self Devine - Up Aboves
Fid Mella - Tubo
Marsimoto - Wellness
Marsimoto - Für Uwe
Marsimoto - Ich Tarzan, Du Jane
Miguel Atwood-Ferguson - Fall-N-Love
De La Soul - Stakes Is High
Illa J - Sounds Like Love ft. Debi Mova
Pharcyde - Bullshit
Mos Def - History ft. Talin Kweli
J Dilla - Make'em NV
Jay Dee - Fuck The Police
A.G. - Hip Hop Quotable
J Dilla - Mash
J Dilla - Airworks
Jaylib - The Official
J-88 - Stupid Lies

James Dewitt Yancey 7.2.1974 – 10.2.2006
J Dilla R.I.P.

Freitag, 3. Februar 2012

I Self Devine - The Upliftment Struggle

Von I Self Devine hat die Gemeinde nun schon ne ganze Weile nichts mehr zu hören bekommen. Seine letzte LP "Self Destruction" wurde vor nunmehr sieben Jahren releast. Dem Warten was neues setzt der Producer und MC aus Minneapolis im Mai ein Ende. Im Wonnemonat soll Devins neues Album "The Sounds Of Low Class America" erscheinen. Um der Gemeinde die Wartezeit zu verkürzen, hat Devine ein als Gratis-Mixtape betiteltes Album zum Download ins Netz gehievt. Das Teil heisst "The Upliftment Struggle" und featuert 11 freshe Tracks. Und die Dinger sind schliesslich und endlich nichts als die Vorhut. Was I Self Devine im Mai wohl auf die Gemeinde niederprasseln lässt? Der Vorbote verspricht grosses! Zum Download bitte HIER entlang...




2X2 Tickets für Dilated Peoples @ Stall 6

"BEATS, RHYMES & LIFE" verlost in der kommenden Sendung 2X2 Tickets für den Gig der Dilated Peoples am 18. Februar im Stall 6 in Zürich. Wer sich solche Tickets unter den Nagel reissen will, der sollte, während dessen er/sie die Sendung live on air mitverfolgt, sein Telefon stets griffbereit halten. Denn wie immer bei Verlosungen heisst die Losung: De Schnäller isch de Gschwinder! Ruedi und der Kauz gehen am kommenden Sonntagabend ab 18 Uhr live auf Sendung. Leute aus dem Raum Schaffhausen können sich die Show auf 107.2FM geben. Alle andern können sich "BEATS, RHYMES & LIFE" per Webradio in die ungute Stube beamen.

Donnerstag, 2. Februar 2012

DCS - Silber

Damit hab ich nicht gerechnet. Und das gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen hat mich schon ihre Rückkehr in die Booth, ins Plattenregal und auf die Bühne auf dem falschen Fuss erwischt und zum andern hätte ich nicht damit gerechnet, dass mich ihr Comeback-Album in seinen Bann zu ziehn vermag. "Don't call it a comeback"! Diese Line von Herr Smith wird ja immer wieder gerne zitiert, wenn jemand aus der Versenkung auftaucht. Beim Kölner Trupp DCS handelt es sich aber um ein astreines Comeback. Astrein ist das Comeback nicht zuletzt deshalb, weil Die Coolen Säue mit "Silber" ein wirklich gelungenes Album präsentieren. DCS waren am Start, als Deutschrap in der zweiten Hälfte der Neunziger zu seinem Siegeszug ansetzte, standen aber im Schatten von Acts wie Dynamite Deluxe, Absolute Beginner, Eins Zwo, Fünf Sterne Deluxe, Massive Töne oder Freundeskreis. Ich mochte DCS, muss aber gestehn, dass das Quartett aus Köln dennoch nie ganz zu mir durchgedrungen ist. Mein Lieblingsalbum war (und ist) "Fenster Zum Hof". Irgendwer stand den Säuen immer vor der Sonne. Anderen Acts ging es zu dieser Zeit genauso. Gut zwölf Jahre danach sind DCS also zurück. Die Besetzung ist noch dieselbe wie zu Beginn. Nun ja, fast dieselbe. DJ Lifeforce war nicht von Anfang an mit dabei. Und Rotzlöffel heisst nun Ro Kallis und DJ Peerbee Peer Formance. Auch sonst hat sich nicht viel verändert. DCS machen die Musik noch immer in erster Linie für sich selber, nicht für irgend eine Zielgruppe. Die MCs haben noch immer weder die spektakulärsten Flows noch die härtesten Punches oder markantesten Stimmen. Was sich aber geändert hat, ist die Tatsache, dass mich "Silber" in seinen Bann zieht. Das haben dessen Vorgänger nicht geschafft. Die freshen Produktionen von Peer Formance und DJ Lifeforce sowie von Crada, DJ Adlib und Roe Beardie gehen mit den Raps die perfekte Symbiose ein. Bloss von Raps zu sprechen, würde den MCs eh nicht gerecht werden. Was die Jungs abliefern, sind eben Lyrics. Hier wird nicht um sich gebattelt. Der Schwanzvergleich steht nicht im Zentrum der Betrachtung. Ob Mann den Härtesten hat oder der härteste ist, spielt auf "Silber" nicht mal eine Nebenrolle. Die Lyrics sind direkt aus dem Leben gegriffen. "Silber" hat Soul. Diese Eigenschaft fehlt so manch einem Release. Insofern ist DCS das Comeback wunderbar gelungen. Das Album ist ein dickes Ding. Gegen Ende der Spielzeit verläuft das Ganze dann aber doch ein bisschen im Sande. Schade. 17 Tracks stark ist das vierte Album von DCS. Drei oder vier Tracks weniger hätten "Silber" gut gestanden. Und das Artwork reisst mich nicht eben vom Hocker. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.


Donald Cortez "Don" Cornelius







27. September 1936 – 1. Februar 2012

R.I.P.

Planet Asia & Madlib – Cracks In the Vinyl

Diese inklusive Intro sechs Tracks starke Gratis-EP wär doch tatsächlich beinahe an mir vorbei gezogen. Dabei könnte die Konstellation verlockender kaum sein. Madlib bringt die Beats, Planet Asia die Raps. Und dann ist ja erst noch der unverwechselbare Retrogott der einzige Gast am Mic. Das Resultat der Kollabo trägt den Titel "Cracks In The Vinyl". Nur schade, dass der Hulkshare-Link weder auf der ersten Instanz 2DopeBoyz.com, noch auf anderen einschlägigen und weniger einschlägigen Seiten funktioniert. Nur gut, dass Rapblog.ch die EP auf ihren eigenen Server hochgeladen hat. Deshalb geht's zum Download für einmal nicht HIER, sondern DORT entlang. Ach ja, es sei noch angefügt, dass der Track mit besagtem Retrogott als Gast am Mic mit Abstand der schlechteste ist. Cheers.

Re:Generation Music Project

Das Re:Generation Music Project hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Gewesene ins Hier und Jetzt zu transferieren. So "übersetzt" Premo Klassik in das Musikverständnis der heutigen Generation, dekodiert die "veralteten Codes" und hilft der Klassik so quasi, sich zu regenerieren. Mag jetzt alles ein wenig geschwollen klingen. Vielleicht überinterpretiere ich den Ansatz der Leute, die hinter diesem Projekt stehen auch ein wenig. Man muss den Gedanken hinter dem Tun dieser Leute ja auch für gut oder angebracht befinden. Fakt ist aber, dass sich dank dem Re:Generation Music Project die eine oder andere interessante Konstellation ergeben hat. Wie weiter oben erwähnt, setzt dich DJ Premier mit klassischer Musik auseinander und arbeitet mit dem Berklee Symphony Orchestra zusammen. Und als I-Tüpfelchen lässt Nas seine Verse auf die Premo-Berklee-Kollabo niederprasseln. Neben Premo und Nas sind neben anderen auch Erykah Badu, Mos Def, Mark Ronson und Martha Reeves am Re:Generation Music Project beteiligt. Bonobo und Apathy steuern ausserdem Remixe zum Projekt bei. Wer nun Bock auf die Tracks bekommen hat, kann sich die fünf Re:Generation Tracks inklusive deren Remixe gratis auf den Rechner saugen. Zum Download bitte HIER entlang...




Mittwoch, 1. Februar 2012

Marsimoto - Grüner Samt

Mit "Halloziehnation" hat Marten Laciny 2006 einen gewissen Marsimoto, einem deutschen Pendant zu Madlibs Lord Quas, auf die Gemeinde losgelassen. Sechs Jahre danach ist diese halluzinogene Gestalt im Mainstream angekommen, hat Marsi sein drittes Album "Grüner Samt" doch auf Four Music releast. Nun, Mainstream wird in der Gemeinde ja als Schimpfe für Nichtrealness verwendet. Dass aber auch einer, der im Mainstream angekommen ist, sein Ding kompromiss- und konzessionlos durchziehen kann, scheint manch einem jener besagten Realkeeper entgangen zu sein. Man kann sich natürlich auch darüber streiten, was den Mainstream überhaupt bedeutet und wo dessen Grenzen zu ziehen sind. Item. Das soll an dieser Stelle nicht abgehandelt werden. Auf "Grüner Samt" vereinigt Marsimoto zusammen mit seinem Producer-Team Kid Simius, Nobodys Face und Dead Rabbit die Goldene Ära mit Zukunftsmusik, lässt verschiendste Sounds auf seine heliumgeschwängerten Flows treffen und erschafft so Welten, wie sie Szenetreue und Andersartige noch nicht gehört haben. Klar, die gepitchte Stimme ist nicht jedermanns Sache. Dem grünen Samt aber allein wegen der Stimme eine Abfuhr zu erteilen, ist definitiv der falsche Weg. Manch ein Skeptiker, der Marsi eine Chance gibt, könnte von "Grüner Samt" positiv überrascht werden, sowohl was die Sounds als auch was die Inhalte der Platte anbelangt. So ist Marsi zwar ohne Zweifel der kleine, kiffende Szenekobold. Seine Obesession verbildlicht er aber dank dem Track "Ich Tarzan, Du Jane" wie kein zweiter vor ihm. Neben grünenen Hymnen, die nicht den Bärenanteil des Albums ausmachen, ist Marsimoto gesellschaftskritisch wie wohl kein anderer. Zum Beispiel dann, wenn er von seinem Leben als Wal berichtet, die Rolle des Indianders ausleuchtet, von Alice im WLAN Land berichtet, Schreckgespenster und Ängste ausleuchtet oder für Uwe durch das TV-Angebot zappt. Neben der Gesellschaft bekommt dank "Wellness" auch die Szene den Spiegel vorgehalten. Mit "Grüner Samt" hat Marsimoto nicht nur Torchs "Blauer Samt" neu interpretiert, sondern auch einen Meilenstein des deutschen Raps abgeliefert und die Messlatte für 2012 schon im Januar in schwindelerregende Höhen gelegt.




Dig In The Crate