Freitag, 3. Dezember 2010

Graham O'Brien - Live Drums

Graham O'Brien ist ein Musiker (Drummer/Producer) aus Saint Paul/Minnesota. Ende November hat O'Brien auf ECHO Records (Indie Label aus London) sein Debüt "Live Drums" gedropt. Das Album ist 15 Tracks stark und baut auf O'Briens Fähigkeiten als Drummer auf. So featuret der Longplayer, wie der Titel suggeriert, ausschliesslich von O'Brien höchstselbst eingespielte Drumsets. Diese Sets hat der Producer aus Saint Paul mit Samples und von verschiedenen Musikern mit diverses Instrumenten eingespielten Spuren versehen. Entstanden ist ein monumentales, teilweise gar episches Album, das sich keinem Genre zuordnen lässt. "Live Drums" erinnert an Produktionen von DJ Shadow, Portishead oder DJ Krush aus den 90ern, aber auch an Indie-Rap-Produktionen von Acts wie Eyedea oder EL-P und dann und wann gar an Nirvana oder Radiohead. Die Sounds sind meist düster, die Rhythmen schwerfällig. Des Hörers Gedanken und Stimmungen werden von den Sounds auf "Live Drums" in einem ersten Schritt einfach platt gewalzt, damit man sich derer in einem zweiten Schritt voll und ganz hingeben kann. Der Grossteil der Musik auf dem Album ist instrumental, meist in kurze Episoden verpackt. Eric Blair, Kristoff Kane, Adam Svec und Alicia Wiley sind die Stimmen auf dem Album von Graham O'Brien. "Live Drums" ist keine leicht verdauliche Kost. Wer sich auf die Sounds einlässt, wird darin aufgehen. Eine Packungbeilage zu "Live Drums" gibt es nicht. Es sei aber an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass durchaus Suchtpotential vorhanden ist.
"Live Drums" kann man sich am Bandcamp-Account von O'Brien nach der Überweisung eines Unkostenbeitrags von minimal 2$ auf den Rechner ziehen. Für knausrige Konsumenten gibt's "Live Drums" auch als Gratis-Download (bitte HIER entlang).



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