Mittwoch, 29. Juni 2011

A.U.D.D.A. - Beat Power

Und er hat es wieder getan. Twit One hat die Crème de la Crème der deutschen Beatbastler zusammengetrommelt, um diese auf der A.U.D.D.A. Labelcompilation "Beat Power" zu vereinen. Die Hauptstadt des deutschen Bastlertums ist dieser Tag Köln, sind doch 20 der 30 auf "Beat Power" gefeaturten Artists in Köln zuhause. Die Beatlaboratorien der Nicht-Kölner finden sich irgendwo zwischen München und Berlin, in Wien (Feuc), NYC (Asio Kids), Santiago de Chile (Brous One) und im Nirgendwo des Hohen Nordens (Ruoy Yaw). Die Sounds auf "Beat Power" sind insofern Alte Schule, als dass das Sample im Zentrum steht und zumindest was die Drums anbelangt grösstenteils straight Boom Bap. Ausserdem sind die Sounds entgegen dem Albumtitel meist laid back, oder anders gesagt, mehr Soul und Jazz denn Funk. Mehr, aber nicht nur. Retrogott hat den Funk, Beatvadda hat den Funk und DJ Ara hat den Funk. Andere Bastler wie Mr. Boots und Lazy Jones bringen die futuristische Komponenete ein, ohne klassichen Sampling zu entsagen. "Beat Power" ist abwechlungsreich und bietet dank subtiler Beatkonstrukte und Arrangements immer wieder neue Aspekte und Facetten. Ja, wer denkt, Boom Bap komme ohne Rap nicht aus und Sampling sei nur was für Ewiggestrige, der irrt gewaltig. A.U.D.D.A. und MPM bringen "Beat Power" auf Doppelvinyl am 22. Juli an den Start. Wer nicht mehr warten mag, der kann sich das Album seit Montag als Digital-Release auf die hauseigene Kiste ziehen.




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