Donnerstag, 19. April 2012

Demograffics - Cheese

Die Demograffics, das sind Maniac am Mic und den Pads und DJ Rufflow an den Tellern. Ersterer sollte einem Teil der Gemeinde wohl seit dem Release mit Dexter ("Raw Shit") von vor eineinhalb Jahren ein Begriff sein. Maniac ist ein Bayer, der auf Englisch rappt. Da mag der eine oder andere aus Prinzip die Nase rümpfen und den Mann und seine Ergüsse ignorieren. Kennt man ja, diese Reflexe. Nur sollte sich diejenigen welchen bewusst sein, dass sie was verpassen. Mit "Cheese" veröffentlichen Maniac und Rufflow ihr bis dato drittes Album. Das Teil ist sechszehn Anspielpunkte stark. Bis auf zwei Ausnahmen gehen alle Beats auf Maniacs Kappe. Der Dexter durfte auch seinen kleinen Teil zu "Cheese" beisteuern. Auch auf der textlichen Ebene hat Maniac die Alleinherrschaft. Neben dem Hausherrn dürfen lediglich Chrizondamic und Simple ihren Gastpart droppen und Rennee Rai Benson und U-Cee ihre Sangeskünste präsentieren. Ist also quasi eine One-Man-Show die Scheibe. Dennoch vermag sich zu keinem Zeitpunkt Langeweile breit machen. Zu verspielt und abwechlsungsreich ist das Ganze, auch wenn die Beats den klassischen Boom Bap-Appeal haben. Und dann hat der Mann ja auch noch was zu erzählen, auch wenn er nicht in der Grossstadt, sondern in der Provinz haust. Auf "Cheese" gibt's keine 0815-Phrasedresche, sondern Geschichten, die das Leben schreibt. Dass Hip Hop ein grosser Teil im Leben von Maniac ist, ist nicht zu überhören. Daher rührt auch der Albumtitel. "Cheese" eben, nicht Käse. Ausführungen dazu gibt's im Titeltrack. Zuhören und mitcheesen!

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